Bandscheibenvorfall (Dackellähme)

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Lähmung, schwankender Gang und schmerzbedingte Entlastungshaltung sind häufige Gründe, weshalb Patienten bei uns vorgestellt werden. Insbesondere bei Dackeltieren und anderen Kleinhunderassen, seltener auch bei größeren Hunden oder Katzen liegt einer Lähmung oft ein Bandscheibenvorfall ursächlich zugrunde. Der Schweregrad einer Erkrankung wird von 0-5 beurteilt. Da eine Lähmung oft akut auftritt und schnell fortschreitet, ist eine schnelle Diagnostik und eine sofortige Operation erforderlich, um das Gehvermögen des Patienten zu retten. Anschließend ist die weitere stationäre Versorgung ein wichtiger Teil des Gesamterfolges. Hier bemühen sich unsere Helferinnen neben der persönlichen Zuwendung um eine adäquate Schmerztherapie, ein weiches Bett sowie die regelmäßige Entleerung von Blase und Darm. Physiotherapeutische Behandlungen werden in Kooperation mit Frau Dr. Gieren in Piding durchgeführt. Die meisten Patienten können innerhalb von 2-4 Tagen nach der Operation wieder nach Hause entlassen werden und sind im Durchschnitt nach 6 Wochen 2-3 Lähmungsgrade besser, als zum Zeitpunkt der Erstuntersuchung.

Eine häufig gestellte Frage ist, ob eine Operation noch sinnvoll ist, wenn die Tiere keine Tiefenschmerzempfindung bei der Eingangsuntersuchung mehr zeigen. Dies ist von Fall zu Fall und insbesondere nach dem zeitlichen Verlauf der Lähmung, den Befunden der Kernspintomografie und der Liquoruntersuchung, sowie der zugrundeliegenden Erkrankung zu entscheiden.