Wirbelsäuleninstabilität

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Die Wirbelsäule erhält ihre Steifheit durch die Festigkeit der Wirbelknochen und ihre straffe Beweglichkeit durch das Zusammenwirken von Muskeln, Bändern, Bandscheiben und Gelenken. Von einer Instabilität spricht man, wenn sich die Lage zweier benachbarte Wirbel gegeneinander so verschiebt, dass die in diesem Bereich liegenden Nervenbahnen zusammengedrückt werden. Dabei wird zwischen einer statischen Verlagerung, z.B. nach einem unfallbedingten Bruch von Wirbelknochen und einer dynamischen, also bewegungsabhängigen Verschiebung, z.B. durch Erkrankungen der Bandscheibe oder der Wirbelgelenke unterschieden. Hier sehen wir eine deutliche Häufung von Erkrankungen zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Kreuzbein, im Bereich des Übergangs zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule und bei Kleinhunderassen zwischen erstem und zweitem Halswirbel. Nach Brüchen der Wirbelsäule kommt dem schonenden Transport des Patienten – am besten sediert und auf einer Liege oder einem Holzbrett fest fixiert – eine besondere Bedeutung zu.  In allen Fällen ist ein schlüssiges Konzept erforderlich, um den Wirbelkanal in seiner ursprünglichen Höhe und Weite zu erhalten, um den betroffenen Nervenbahnen die Möglichkeit zur Regeneration zu geben. Gleichzeitig muss die Festigkeit der Wirbelsäule in dem betroffenen Bereich wieder hergestellt werden, ohne die Gesamtbeweglichkeit zu stark einzuschränken, da es sonst zu Überlastungsphänomen in angrenzenden Segmenten, dem sogenannten Dominoeffekt, kommt. Diese Ziele erreichen wir durch Anwendung einer modernen, sehr gewebeschonenden Technik aus der Humanmedizin in Kombination mit Knochenschrauben und Bohrdrähten und in ausgewählten Fällen auch mit Knochenzement.