Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane

Vereiterungen der Gebärmutter bei Hündinnen treten häufig im Zeitraum von 6-10 Wochen nach einer Läufigkeit auf und äußern sich durch verändertes Allgemeinbefinden, verringerten Appetit und oft eine deutlich erhöhte Flüssigkeitsaufnahme. Eitriger Ausfluss aus der Scheide ist nur selten zu sehen. Patienten mit diesen Symptomen sollten als Notfall vorgestellt werden.

Die Diagnose wird durch eine Ultraschall- und Blutuntersuchung gestellt. Wenn es das Allgemeinbefinden zulässt, werden die Patienten schnellstmöglich operiert und die vereiterte Gebärmutter vollständig entfernt.

Weitere tiermedizinische Indikationen, die eine Operation am Genitaltrakt bei Hunden oder Katzen nötig machen, sind unter anderem mehrfach wiederholte Scheinträchtigkeit, die mit starken Verhaltensveränderungen einhergeht, Tumore an der Milchleiste und den Genitialorganen, Zysten an den Eierstöcken, Erkrankungen der Prostata, Kryptorchismus oder auch ein Kaiserschnitt bei schwerer Geburt.

Wir beraten Sie gerne, ob eine elektive Kastration (Wunschkastration) z. B. bei sexueller Hyperaktivität, Aggressivität des Rüden, zur Tumorprophylaxe oder Vermeidung der Fortpflanzung gerechtfertigt ist bzw. Sinn macht und welche Risiken hierbei auftreten können.